📖 4 Min. Lesezeit ✨ Neu 🎥 Mit Video

Mietrechtsreform 2025: Neue Betriebskosten-Regelungen

📅 Veröffentlicht am 09. January 2026 🔄 Aktualisiert am 11. January 2026 👁️ 10 Aufrufe Video

Mietrechtsreform 2025: Was ändert sich bei den Betriebskosten?

"Muss ich jetzt alle meine Betriebskostenabrechnungen überarbeiten?" – Diese Frage stellen sich derzeit viele Vermieter. Die geplante Mietrechtsreform 2025 wirft bereits ihre Schatten voraus und bringt nach den CO2-Kostenteilungsregeln von 2024 weitere wichtige Änderungen mit sich.

Während die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs für Kabelgebühren seit 2024 bereits Realität ist, stehen mit der Reform 2025 weitere Anpassungen bevor, die direkten Einfluss auf Ihre Betriebskostenabrechnung haben werden. Besonders betroffen sind die Bereiche Heizkosten, Modernisierungsumlage und die Dokumentationspflichten.

Als Vermieter sollten Sie sich frühzeitig auf diese Änderungen vorbereiten, um rechtssichere Abrechnungen zu erstellen und kostspielige Nachforderungen zu vermeiden.

Die wichtigsten Neuerungen der Mietrechtsreform 2025 im Überblick

Die Reform 2025 baut auf den bereits 2024 eingeführten Regelungen auf und erweitert diese um zusätzliche Vermieter- und Mieterrechte. Hier die wichtigsten Punkte:

Erweiterte CO2-Kostenteilung

Während seit 2024 die CO2-Kosten je nach Energieeffizienz des Gebäudes zwischen Vermieter und Mieter geteilt werden, verschärft die Reform 2025 diese Regelung. Bei Gebäuden mit sehr schlechter Energiebilanz (Energieeffizienzklasse H) müssen Vermieter künftig bis zu 95% der CO2-Kosten übernehmen – bisher waren es maximal 90%.

Praktisches Beispiel: Bei einem Mehrfamilienhaus Baujahr 1960 ohne Dämmung (Klasse H) und jährlichen CO2-Kosten von 1.200 Euro müssen Sie als Vermieter 1.140 Euro tragen, der Mieter nur 60 Euro.

Neue Modernisierungsumlage-Regeln

Die Reform begrenzt die Modernisierungsumlage bei energetischen Sanierungen auf maximal 2 Euro pro Quadratmeter und Monat (bisher 3 Euro). Gleichzeitig wird die Kappungsgrenze von 30% auf 20% der bisherigen Miete reduziert.

Auswirkungen auf Ihre Heizkostenabrechnung

Die neuen CO2-Regelungen machen Ihre Heizkostenabrechnung deutlich komplexer. Sie müssen nun zusätzlich zu den bisherigen Verteilerschlüsseln auch den energetischen Zustand Ihres Gebäudes berücksichtigen.

Berechnung der CO2-Kostenteilung – Schritt für Schritt

1. Energieausweis prüfen: Bestimmen Sie die Energieeffizienzklasse Ihres Gebäudes

2. Verbrauch ermitteln: Erfassen Sie den Brennstoffverbrauch der Heizungsanlage

3. CO2-Kosten berechnen: Multiplizieren Sie den Verbrauch mit dem CO2-Preis (2025: voraussichtlich 45 Euro pro Tonne)

4. Aufteilung nach Stufenmodell: Je nach Energieklasse teilen Sie die Kosten zwischen Ihnen und dem Mieter auf

Diese Berechnung manuell durchzuführen ist fehleranfällig und zeitaufwändig. Der Nebenkosten-Assistent berechnet das automatisch und rechtssicher. Jetzt kostenlos ausprobieren

Was bedeutet das Ende des Kabelgebühren-Privilegs?

Seit Juli 2024 können Kabelgebühren nicht mehr automatisch über die Betriebskosten abgerechnet werden. Dies hat bereits jetzt Auswirkungen auf Ihre Nebenkosten und wird auch 2025 relevant bleiben.

Was Sie beachten müssen:

  • Bestehende Kabelverträge laufen noch bis zur nächsten Kündigungsmöglichkeit
  • Neue Verträge müssen Mieter selbst abschließen
  • Übergangsregelungen gelten noch bis maximal 2027
  • Alternative: Einzelverträge oder Sammelverträge mit individueller Abrechnung

Häufige Fehler bei der Umsetzung der neuen Regelungen

In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Probleme bei der Anwendung der neuen Bestimmungen:

Fehler 1: Falsche CO2-Kostenzuordnung

Viele Vermieter verwenden noch die alte 50:50-Aufteilung oder beziehen sich auf einen veralteten Energieausweis. Das kann zu erheblichen Nachforderungen führen.

Fehler 2: Unvollständige Dokumentation

Die Reform 2025 verschärft die Dokumentationspflichten. Sie müssen künftig detailliert nachweisen können, wie Sie die CO2-Kosten ermittelt und aufgeteilt haben.

Dieser Fehler kommt häufig vor und kann zu Rückforderungen führen. Unser Tool prüft automatisch auf solche Fehler. Kostenlos testen

Fehler 3: Kabelgebühren weiterhin umlegen

Trotz der Abschaffung des Nebenkostenprivilegs rechnen einige Vermieter Kabelgebühren noch immer über die Betriebskosten ab. Das ist seit 2024 nicht mehr zulässig und führt zu Rückforderungen.

Praktische Tipps für die Umsetzung

Um die neuen Regelungen korrekt umzusetzen, empfehlen wir folgende Maßnahmen:

Sofort umsetzen:

  • Aktuellen Energieausweis beschaffen (falls älter als 10 Jahre)
  • CO2-Kostenteilung für 2024 korrekt abrechnen
  • Kabelverträge prüfen und Kündigungsfristen beachten
  • Dokumentationssystem für CO2-Kosten aufbauen

Für 2025 vorbereiten:

  • Modernisierungsplanungen an neue Umlagegrenzen anpassen
  • Mietverträge bezüglich Internetversorgung überprüfen
  • Software oder Tools zur automatischen Berechnung prüfen

Auswirkungen auf verschiedene Heizungsarten

Je nach Heizungsart haben die Neuerungen unterschiedliche finanzielle Auswirkungen:

Gas- und Ölheizungen: Hier fallen die höchsten CO2-Kosten an. Bei schlechter Gebäudeeffizienz tragen Sie als Vermieter den Großteil.

Wärmepumpen: Deutlich geringere CO2-Belastung, aber höhere Stromkosten, die vollständig umlegbar bleiben.

Fernwärme: CO2-Kosten variieren je nach Energiemix des Versorgers.

Wenn Sie vergleichen möchten, welcher Heizungstyp der wirtschaftlichste für Sie ist und ob sich ein Umstieg lohnt, so nutzen Sie hierfür unseren 🧮 Heizungstypvergleichsrechner. Kostenlos berechnen

Ausblick: Was kommt nach 2025?

Die Mietrechtsreform 2025 ist nur ein Zwischenschritt. Weitere Verschärfungen sind bereits angekündigt:

  • Weitere Erhöhung der CO2-Preise bis 2030
  • Mögliche Ausweitung der Kostenteilungsregeln auf andere Energieträger
  • Verschärfung der energetischen Mindeststandards für Mietobjekte

Laden Sie sich kostenfrei unser 📚 E-Book Nebenkosten 2026 - Der ultimative Leitfaden für Vermieter herunter. Auf 200+ Seiten erhalten Sie in 11 Kapiteln 50+ Checklisten/ Vorlagen sowie hilfreiche Tipps, um Ihre Betriebskostenabrechnung korrekt und rechtskonform zu erstellen. Kostenfreien Nebenkosten-Leitfaden herunterladen

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

  • CO2-Kostenteilung wird verschärft: Bei Energieklasse H übernehmen Sie bis zu 95% der CO2-Kosten
  • Modernisierungsumlage begrenzt: Maximal 2€/m² monatlich und 20% Kappungsgrenze
  • Kabelgebühren-Privileg bleibt abgeschafft: Individuelle Lösungen für Internetversorgung nötig
  • Dokumentationspflichten steigen: Lückenlose Nachweise für CO2-Kostenteilung erforderlich
  • Energieeffizienz wird wichtiger: Schlechte Energieklassen führen zu höheren Vermieterkosten

💡 Betriebskostenabrechnung automatisieren?
Der Nebenkosten-Assistent erstellt Ihre rechtssichere Betriebskostenabrechnung automatisch – inklusive aller in diesem Artikel beschriebenen Details und aktuellen Gesetzesänderungen. Jetzt kostenlos testen und in 2 Minuten zur Preview →

💡 Tipp: Automatisch erstellen lassen

Erstellen Sie Ihre Betriebskostenabrechnung in unter 10 Minuten – rechtssicher und DSGVO-konform.

Experte für Betriebskostenabrechnungen
✅ Geprüfter Experte 🎓 Immobilienverwaltung

Geschrieben von Experten

Nebenkosten-Assistent Redaktionsteam – Spezialisiert auf Betriebskostenabrechnungen, BetrKV und Mietrecht

Unser Team besteht aus erfahrenen Immobilienverwaltern und Juristen, die täglich mit Betriebskostenabrechnungen arbeiten. Alle Inhalte werden sorgfältig recherchiert und auf Basis aktueller Gesetzgebung erstellt.

Nebenkosten-Leitfaden 2026
KOSTENLOS PDF
Nebenkosten-Leitfaden 2026

200+ Seiten Expertenwissen, Checklisten & Vorlagen

  • 11 Kapitel
  • 50+ Checklisten
  • Alle Gesetzestexte
Kostenlos herunterladen
📧 Newsletter abonnieren

Erhalten Sie regelmäßig Tipps und Updates zur Betriebskostenabrechnung direkt in Ihr Postfach.

🚀 Nebenkosten-Assistent

Erstellen Sie rechtssichere Betriebskostenabrechnungen in unter 10 Minuten mit KI-gestützter Automatisierung.

✅ DSGVO-konform
✅ BetrKV-konform
✅ Sofort einsatzbereit
Kostenlos testen → Mehr erfahren